„Sehr geehrte Frau Baerbock,

mit großem Interesse haben wir Ihre Initiativbewerbung um den demnächst vakanten Posten des Kanzlers zur Kenntnis genommen. Leider sind die von Ihnen bisher eingereichten Bewerbungsunterlagen unvollständig. Die in den letzten Tagen mehrfach geänderten Versionen Ihres Lebenslaufes haben wir erhalten. Allerdings ist es besonders bei Bewerbern ohne einschlägige Berufserfahrung zwingend notwendig zumindest ihre bisherigen Zeugnisse zu kennen. Wir bitte Sie daher folgende Unterlagen nachzureichen:

  • gut lesbare Kopie des Abiturzeugnisses mit Endnote (idealerweise die Angabe Ihrer Leistungskurse)
  • gut lesbare Kopie des Vordiplomzeugnisses (mit allen eingehenden Teilnoten)
  • gut lesbare Kopie des Master-Zeugnisses mit Note, Thema und Titel der Arbeit (sowie die Angabe, ob das Thema allein oder in der Gruppe bearbeitet wurde)
  • ein Exemplar (PDF) ihrer Masterarbeit (dies wäre uns besonders wichtig, im Hinblick auf Plagiate oder unwissenschaftliches Zitieren, was gerade bei Politikern oft beobachtet wurde)

Auf die Arbeitszeugnisse bei der ‚Hannoverschen Allgemeinen Zeitung’ verzichten wir.

Da sie über keinerlei Regierungserfahrung, nicht einmal als Bürger*:Innenmeister bzw. Bürgermeister*:In bzw. Bürger*:Innenmeister*:In (siehe ehem. Bewerber Martin S.), verfügen, bitten wir Sie um einen kurzen Aufsatz (eine Seite genügt völlig) zum Thema: ‚Ich habe keine Berufserfahrung aber ich lerne schnell – ein Pilot, ein Baustatiker und ein Narkosearzt bewerben sich.’ Sie können den Aufsatz auch gern als Witz oder kleine satirische Geschichte konzipieren.

Seien sie unbesorgt, sollten Sie die Abgabe obiger Unterlagen vergessen, werden wir Sie bis September noch ausreichend oft daran erinnern. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie den Job erhalten, ohne die Unterlagen abgegeben zu haben, werden wir Ihnen auch danach noch intensiv beim Suchen helfen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Wahlberechtigten der Bundesrepublik Deutschland”

Quelle: E-Mail FUND