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Der schwelende Konflikt zwischen Israel und Palästina, der seit mehreren Tagen in Gang ist, hat nun auch Basel erreicht. Am Freitag machten gleich zwei Aufrufe zu Demonstrationen für die Freiheit von Palästina in den sozialen Medien die Runde. Das antifaschistische Bündnis «Basel Nazifrei» warb für eine Spontandemo am Freitagabend auf dem Barfüsserplatz.

Eine weitere Palästina-Demo ist für Samstagnachmittag an selber Stelle angekündigt. Den Flyer ziert eine Palästina-Flagge, davor ist eine erhobene Faust zu sehen. Auf Anfrage bestätigt das Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement, dass es Kenntnis von diesen Aufrufen hat. «Gesuche zu den Demonstrationen sind nicht eingegangen», schreibt Mediensprecher Martin Schütz. Kurzum: Die Demos sind nach aktuellem Stand nicht bewilligt. Fragen zu Sicherheitsvorkehrungen oder potenzieller Gefahr lässt Schütz unbeantwortet.

Eine Nachricht, welche die Israelitische Gemeinde Basel am Freitag ihren Mitgliedern zukommen liess, klingt allerdings besorgter. Die Nachricht liegt dieser Zeitung vor. Darin wird auf die geplanten Demos rund um den Barfüsserplatz hingewiesen. «Aus Sicherheitsgründen möchten wir Sie bitten, die Orte zu den genannten Zeitpunkten grossräumig zu meiden», heisst es in der als Sicherheitshinweis deklarierten Nachricht

In der Basler Politik führen diese Aufrufe zu Sorgen um die lokale jüdische Gemeinschaft. Insbesondere nach den jüngsten Vorfällen in Deutschland.

Wir wollen in Basel kein zweites Gelsenkirchen, Nulltoleranz gegenüber Judenfeindlichkeit», schrieb SVP-Grossrat Pascal Messerli auf Twitter.

Für Messerli ist klar, dass es für Antisemitismus keinen Platz geben darf. So fordert er auf Twitter auch ein sofortiges Einschreiten der Polizei, «wenn auch nur eine antisemitische Parole herumgepöbelt wird»

Ähnlich äussert sich FDP-Landrat Marc Schinzel. Die Demos müssten von der Basler Polizei verhindert werden, schreibt er auf Twitter. «Es ist ein absolutes No-Go, dass sich Juden in Basel nicht sicher fühlen und sich nicht mehr in die Innenstadt getrauen», so Schinzel.

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