
Die grüne Kulturstaatsministerin will den Umgang mit der deutschen Geschichte umbauen. Fachleute von den Gedenkstätten werden dazu jedoch nicht oder nicht offen befragt. Jetzt kritisiert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion das Verfahren – und fordert einen Neustart.
Angekündigt hatte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) eine Diskussion „mit wichtigen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren“ – das war am 25. Februar 2024. Zwei Monate später steht noch nicht einmal der „Kreis der Teilnehmenden“ für einen „Runden Tisch“ über die „Neukonzeption der Gedenkstättenkonzeption des Bundes und zu weiteren Fragen der Erinnerungskultur“ fest. Das geht aus den dürftigen rund hundert Wörtern hervor, mit denen die in der Ampel-Regierung für Kulturpolitik zuständige Roth drei präzise Fragen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion „beantwortet“ hat.