Seit der Einführung der Personenfreizügigkeit im Jahr 2002 ist die Schweizer Bevölkerung um 1,5 Millionen Menschen gewachsen. 80 Prozent davon sind auf die Zuwanderung zurückzuführen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf ist seit dem Jahr 2000 inflationsbereinigt um 23 Prozent gestiegen. Ist die Personenfreizügigkeit also ein Erfolgsrezept?

Christoph Schaltegger: Nein. Dass mit der Personenfreizügigkeit das BIP wächst, ist naheliegend. Wenn mehr ausländische Talente in der Schweiz arbeiten, führt dies zu Prosperität und Wirtschaftswachstum. Würde das nicht passieren, wäre die Personenfreizügigkeit grundsätzlich sinnlos. Das alleine macht die Personenfreizügigkeit aber noch nicht zu einem Erfolgsrezept.

weiter