Die stellvertretende SZ-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid lebt. Das ist eine gute Nachricht. Und eine Gelegenheit für den Journalismus, mit sich selbst ins Gericht zu gehen. Denn er arbeitet selbst kräftig an der Verhetzung des Landes mit.

Was ist eigentlich schlimmer: öffentlich als Plagiator zu gelten oder als Rechtsextremist, der auf einer „Wannseekonferenz 2.0“ die „Deportation“ von „Millionen von Menschen“ plante? Wenn Sie mich fragten, wählte ich die Rolle des Plagiators. Schon deshalb, weil wohl in jedem Bundesbürger in Wahrheit ein kleiner Plagiator steckt. Oder haben Sie in der Schule etwa nie vom Banknachbarn oder Spickzettel abgeschrieben, nicht einmal ein bisschen? Ein Plagiator ist außerdem nur bei der kulturellen Elite unten durch. Ein Nazi hingegen bei fast allen.

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