In der Diagnose heißt es: „Schwindel mit Übelkeit und Brechreiz sowie Kopfschmerzen mit präkollaptischem Ereignis nach unklaren Intox.“ Intox meint eine Vergiftung. Weiterhin zitiert die JF aus dem Ärztebericht: „Herr Chrupalla wurde am 04.10.2023 nach einer intramuskulären Injektion mit einer unklaren Substanz zur weiteren Überwachung auf unsere internistische Intensivstation aufgenommen.“

Die Staatsanwaltschaft schweigt über mögliche Tatortfunde

Der Staatsanwaltschaft Ingolstadt liegen laut Anfrage von NIUS keine Erkenntnisse über den Arztbericht vor. Damit stellt sich die Frage: Womit wurde Chrupalla angegriffen? Hat die Polizei am Tatort etwas gefunden? NIUS wollte am Donnerstag von der Staatsanwaltschaft Ingolstadt konkret wissen: Wurde am Tatort eine Spritze oder Nadel gefunden? „Es wurden keine Spritzen oder Injektionsnadeln am Tatort gefunden“, lautete die Antwort von Staatsanwältin Veronika Grieser.

Von Injektionsnadeln war in der Frage jedoch nicht die Rede. Wurde eine Nadel am Tatort gefunden? Vielleicht auch eine Pinnwandnadel, wie es der Spiegel vermeldet hatte? Oder etwas anderes? Auf weitere Nachfrage am Telefon antwortet die Staatsanwältin plötzlich ausweichend: „Ich möchte zu derzeitigen Ermittlungsergebnissen keine Auskunft erteilen.“ Wieso aber erteilte sie zuvor per E-Mail Auskunft über Spritzen und Injektionsnadeln?

NIUS liegen zwei Fotos vor, die beweisen: Die Polizei hat am Tatort zumindest etwas gefunden. Auf dem Bild ist zu sehen, wie ein Beamter einen kleinen Gegenstand in einem Tütchen verpackt. Was genau das war, kann auch die Person nicht sagen, die das Foto gemacht hat. Es wurde um kurz nach 17 Uhr geschossen.

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