Mit Genugtuung nahm das Oberste Wahlgericht Brasiliens das Ergebnis einer Wahlanalyse der Armee zur Kenntnis. Die Militärs fanden, dass es kein Indiz für eine Wahlfälschung oder sonst eine juristisch angreifbare Situation während des Urnenganges am 30. Oktober gegeben habe.

Sofort nach Bekanntwerden des knappen Wahlergebnisses zugunsten des neuen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva (50,9 Prozent) fanden in ganz Brasilien Straßenblockaden und massenhafte Demonstrationen statt. Die Anhänger des unterlegenen Jair Bolsonaro forderten die brasilianischen Streitkräfte zu einem Militärputsch auf. Dabei taten sich besonders die großen Transportunternehmen hervor, die im riesigen Brasilien den Schlüssel zur Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern in der Hand haben. Mit ihrer Kontrolle der Infrastruktur erinnerten sie an den Putsch von 1973 gegen den damaligen Präsidenten Salvador Allende in Chile. Auch dort spielten die Trailer eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung des Umsturzes.

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