Deutschlands grüne Kulturstaatsministerin verteilt Millionen Euro an «Projekte zur strukturellen Stärkung des Journalismus». Von den Auserkorenen ist bisher niemand durch kritische Distanz zu ihrer Partei aufgefallen.

Wenn die Nachrichtenlage schwierig ist, können eigene, positive Nachrichten helfen. Das mag sich Deutschlands Kulturstaatsministerin Claudia Roth gedacht haben, als sie dieser Tage verkündete, den «unabhängigen Journalismus» im Land mit 2,3 Millionen Euro zu fördern. Gerade noch hatte die 67-Jährige wegen der judenfeindlichen Bilder auf der Documenta medial in der Kritik gestanden; die «Jüdische Allgemeine» hatte ihren Rücktritt gefordert. Und nun empfiehlt sich Roth als Förderin von kritischen Beobachtern. Souverän, könnte man meinen.

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