Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet,

der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet

den, der mich gesandt hat.

Lukas 10, Vers 16

Was Christen sagen, hat Gewicht! Der Glaubensbote ist Gottes

Stellvertreter.

In der Kommentierung der Wuppertaler Studienbibel heißt es

dazu:

„Wo die Wortverkündigung nach Gottes Befehl ausgerichtet
wird, redet und wirkt Christus durch die Christen (Römer 15, 18).

In ihrer Predigt wird Christus gehört und aufgenommen.
Wer Seine Boten und ihren Dienst verachtet, verachtet nicht

Menschen, sondern Gott (1. Thessalonicher 4, 8).“

Christen, welche das Evangelium weitergeben – und dazu sind
alle Christen aufgerufen – haben damit eine große Verantwortung.

Denn Christus kann nur in dem Maß wirken, mit dem Sein Wort

weitergegeben wird.

Deshalb soll das Wort Gottes vollständig, unverkürzt, unverwässert,

hörbar und verstehbar und ohne Menschenfurcht weitergesagt werden.

Dass Jesus Christus nicht auf Menschen angewiesen ist und noch ganz

andere Möglichkeiten hat, soll hier nicht näher betrachtet werden.

Wir wissen, dass ein eindeutiges Verkünden nicht immer einfach ist.

Die Versuchung sich anzupassen, das Wort zu entschärfen und

Kompromisse einzugehen, ist immer vorhanden, weshalb wir Gott

nur bitten können, dass ER uns dazu verhilft, dass unsere Rede

allzeit freundlich aber dennoch fein mit Salz gewürzt ist, wie Paulus

schreibt.

Aber nicht nur in der Verkündigung und im Zeugnis für Christus, hat

das, was Christen sagen, Gewicht. Als Christen sind wir eigentlich

immer im Dienst. Deshalb warnt Paulus in seinen Briefen vor losem,

faulem und unnützen Geschwätz.

Wer als Christ unüberlegt und fahrlässig daherredet, macht seinem

Herrn Schande. Jakobus spricht in seinem Brief von der Macht der

Zunge, die wie ein Feuer wirken kann. Christen können auf diese

Weise das zerstören, was andere Christen an Gutem gewirkt haben.

Die Welt spürt instinktiv, dass die Christen nicht mehr nur von dieser

Welt sind und achtet deshalb besonders genau darauf, was Christen

tun und sagen, und es fehlt dann nicht an Häme und Spott, wenn sie

im Alltag das Gegenteil von dem tun, was sie am Sonntag gesagt

haben.

Das heißt allerdings nicht, dass Christen verkrampft, verbissen und

humorlos sein müssen. Auch der Humor ist eine Gabe Gottes und kann

durchaus in den Dienst der Verkündigung gestellt werden.

Lasst uns aber stets bedenken, dass wir, als Christen, im Wort Gottes,

als „Auserwählte“, als Kinder Gottes und Erben bezeichnet werden,

und das sollte man uns jederzeit anmerken.

Quelle: E-Mail