Prolog: Der größte Verlierer in der Pandemie sind die liberalen Kräfte aller Länder. Sie haben die geschichtliche Stunde verpasst, ihre Prinzipien zu erneuern und das Profil der Freiheit zu schärfen. Sie haben alle Maßnahmen mitgetragen, allenfalls etwas Freiheitsfolklore verbreitet, zuletzt sogar falsche Hoffnung auf einen «Freedom Day» geweckt und ertrinken deshalb nur zurecht im einheitsparteilichen Pandemiebrei. Die angeblich freiheitlichen politischen Kräfte sind kompasslos und beweisen: Schlimmer als die Feinde der Freiheit sind die falschen Freunde der Freiheit. Doch der Freiheitsgedanke kann mehr, als sich zwischen Neoliberalismus,  Klientelpolitik und Pandemikonformismus zu verhaken. Gerade jetzt besteht die Chance, der Freiheitsidee zu einem ungeahnten Aufschwung zu verhelfen.
Auftakt zur Serie «Morgenröte der Freiheit». Jetzt ohne Paywall.
In den 1980er Jahren gab es einen recht beliebten Sportwagen, den Toyota MR2. Er war solide, schnittig, nicht zu teuer und verkaufte sich auch nicht schlecht, außer in Frankreich. Wieso Frankreich? Nun, spricht man «MR2» auf Französisch aus, klingt es nach «emmerdeux» – und der «emmerdeur» (darin steckt «merde») ist der Langweiler oder die Nervensäge. Macron hatte angekündigt, den Ungeimpften gehörig auf die Nerven gehen zu wollen und benutzte das Wort “emmerder”. Niemand will einen langweilig-nervigen Sportwagen.

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