Seit dem 24. Februar widerstehen die Ukrainer Putins Aggression. Das ist bewundernswert. Aber ist eine Wiedergeburt des Heldenkults angebracht, wenn die einen Opfer die anderen Opfer töten?

Zum Zitaten-Repertoire der jüngsten Zeitenwende gehört nun wieder Horaz: «Süss ist es, für das Vaterland zu sterben.» Auch Hölderlin: «. . . Lieb ich, zu fallen am Opferhügel / Fürs Vaterland.»
Kein Mensch, kein Lebewesen liebt den Tod. Ob fürs Vaterland oder einfach so. Liebe zum Tod ist Ergebnis von Manipulation. Ebenfalls manipulativ wurde von jeher der Begriff «Heroismus» meistens missbraucht. Er ist belastet und blutbefleckt.
Genau deshalb hat Jesus dem Tod die Macht genommen. Genau deshalb führt die Nachfolge ins ewige Leben. Deshalb ist es ja so gefährlich, seine Tat zu ignorieren. Jesus nachzufolgen führt ins Leben.Wer das verhindert, schadet sich und anderen.
Mit Jesus zu sterben bedeutet auch mit ihm auferstehn.
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