Darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, sodass

sie der Lüge glauben, damit gerichtet werden alle, die der

Wahrheit nicht glaubten, sondern hatten Lust an der Unge-

rechtigkeit.

2. Thessalonicher 2, Verse 11 und 12


Es geht hier um den Antichristen, der mit großer Kraft und lügen-

haften Zeichen und Wundern auftreten wird, weshalb ihm alle die

nachlaufen, die die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben.

Das Gericht Gottes besteht darin, dass Gott Menschen dahingeben

kann und ihnen dazu noch kräftige Irrtümer schickt, damit sie tat-

sächlich nicht gerettet werden können.

Ein solches Handeln Gottes scheint uns fremdartig und nicht zu

Gott zu passen. Verschiedene Textstellen, wie z.B. Markus 4,

Vers 12 und Apostelgeschichte 28, Vers 27, belegen aber, dass

Gott auch anders kann.

Römer 1, Verse 18 ff. liegt insoweit auf der Linie von 2. Thessalo-

nicher 2, und ab den Versen 24 ff. steht auch von „Dahingeben“

geschrieben.

Gott nimmt uns ernst, akzeptiert unsere Entscheidung, wobei wir

die Folgen zu tragen haben.

Kann Gott auch heute und jederzeit dahingeben?

Ich denke hier an die derzeitige Situation, bei der sich die „Bösen“,

oder besser, der „ganz Böse“, den „Guten“ – auf deren Seite wir

uns glücklicherweise befinden – gegenüberstehen.

In der Berichterstattung sieht das so aus:

Die „Guten“, die allein auf der „richtigen Seite“ sind, geben sich

in ihrem Eifer für das Gute, bei dem nur sie alles richtig machen,

fast schon „kriegslüstern“ und bekommen gar nicht genug, mit

Rundumschlägen blindlings alles platt zu machen, was auch nur

im Entferntesten verdächtig sein könnte – wovon selbst Spirituosen

nicht ausgenommen sind – wobei der Schatz an kernigen Verbal-

injurien schier unerschöpflich ist.

Hier gilt, dass der Mensch nur das sieht, was vor Augen ist und

nicht dahinter blickt, wobei sich auch ein völlig anderes Bild ergeben

könnte.

Da kann man nur hoffen, dass der Schuss nicht noch mal nach
hinten geht und wir uns dabei gehörig die Finger und die Nase ein-

klemmen.

Und nicht zu vergessen: Hochmut kommt vor dem Fall!

Quelle: E-Mail FUND