Die ebenso sturmerprobte wie wetterwendische Ethikratsvorsitzende Alena Buyx hat die mehrheitliche Empfehlung einer allgemeinen Impfpflicht durch ihr Gremium zurückgenommen, mit einem äußerst fadenscheinigen Argument. Spätestens jetzt ist der Rat vollends als Absegnungsgremium für geplantes Regierungshandeln enttarnt.

Als die Regierung noch versprach, es werde keine Impfpflicht geben, sagte der Deutsche Ethikrat, es dürfe keine Impfpflicht geben. Als die Regierung sich dazu entschloss, ihr Versprechen zu brechen, und die Nachfolgeregierung in diese Fußstapfen trat, änderte prompt auch der zu Unrecht so genannte Ethikrat seine Mehrheitsmeinung und empfahl kurz vor Weihnachten eine allgemeine Impfpflicht. Das war zu einer Zeit, als die drohende „Omikron-Wand“ in aller Munde war.

Doch nun sieht es so aus, als ob es nichts werden würde mit der allgemeinen Impfpflicht. Und was macht der Ethikrat? Einen Rückzieher natürlich.

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