Deutschland schließt alle verbleibenden Kernkraftwerke und erzwingt die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Thomas Catenacci,  Energie- und Umwelt Reporter des DCNF

Deutschland kündigte an, seine verbleibenden sechs Kernkraftwerke bis Ende 2022 stillzulegen und damit die Abhängigkeit von erneuerbaren Energien vollständig einzuleiten.

„Für die Energiewirtschaft in Deutschland ist der Atomausstieg endgültig“, sagte Kerstin Andreae, die Vorsitzende des größten Energiewirtschaftsverbandes Deutschlandsgegenüber Reuters.

[Ab 2017 war Frau Dipl. Volkswirtin Andreae wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Initiatorin sowie Koordinatorin des Wirtschaftsbeirates der Fraktion. Am 1. November 2019 hat Frau Andreae die Tätigkeit als Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW übernommen.

https://www.bdew.de/verband/praesidium/#Kerstin-Andreae ]

Laut Reuters werden drei der Kernreaktoren am 31.12.2021 Null-Uhr abgeschaltet, die restlichen drei in einem Jahr.

[Reuters im Original: Nach der Kernschmelze im japanischen Fukushima-Reaktor im Jahr 2011, als ein Erdbeben und ein Tsunami das Kraftwerk an der Küste zerstörten, beschloss die Bundesregierung, den Ausstieg aus der Kernenergie zu beschleunigen – die schlimmste Nuklearkatastrophe der Welt seit Tschernobyl 25 Jahre zuvor. ] … eine Katastrophe, die von der Internationalen Atomenergiebehörde mit der höchsten Unfalleinstufung bewertet wurde. (** Bemerkung am Ende der Übersetzung)

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) betrug der Anteil der Kernenergie an der Gesamtenergieversorgung Deutschlands im Jahr 2020 etwa 6 % und an der Stromerzeugung mehr als 11 %. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 betrug der Anteil der Kernenergie an der Gesamtenergieversorgung des Landes mehr als 13 % und die Stromerzeugung fast 30 %.

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