Boris Palmer zeigt vormundschaftliche Züge, die ihn für verantwortliche Ämter disqualifizieren. Er kann sich nicht nur eine Beugehaft für Ungeimpfte vorstellen.

Boris Palmer zeigt vormundschaftliche Züge, die ihn für verantwortliche Ämter disqualifizieren. Ausgerechnet einer, der vielen als eher liberaler Hoffnungsträger galt, träumt von der Inhaftierung Impfunwilliger. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer fällt nach zwei Corona-Jahren immer stärker mit Erzwingungs- und Nötigungsphantasien auf.

Für Leute wie Sie muss die Impfpflicht her. Gerne bis zur Beugehaft.“ Viele hätten dem Urheber dieses Satzes solche Gedanken nicht zugetraut. Boris Palmer hatte zwar den Ruf, mit zugespitzten Äußerungen aufzufallen, doch das stärkte bislang bei seinen Anhängern eher den Ruf, er sei ein Unangepasster, der ganz unideologisch lieber gesundem Menschenverstand als irgendeiner Parteilinie folgt. Er wusste nicht nur seine Tübinger Wähler hinter sich, sondern hatte eine deutschlandweite Anhängerschaft. Ob das so bleibt, ist ungewiss, denn viele seiner Anhänger nahmen bislang an, dass der Herr Oberbürgermeister in den Bürgern keine Untertanen sieht, die den Anweisungen der Obrigkeit widerspruchslos zu folgen haben

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