Die dänische Integrationsministerin Inger Støjberg im November 2016

Inger Støjberg hat als dänische Integrationsministerin Asyl suchende Paare aus Syrien getrennt, weil sie Minderjährige vor Kinderehen schützen wollte. Ein Gericht befand, das sei widerrechtlich und verurteilte sie zu einer Haftstrafe.

Die frühere dänische Ausländer- und Integrationsministerin Inger Støjberg ist wegen eines Amtsvergehens zu einer Haftstrafe von 60 Tagen verurteilt worden. Das Reichsgericht befand sie schuldig, im Falle der Trennung von mehreren asylsuchenden syrischen Paaren vorsätzlich unrechtmäßig gehandelt zu haben, obwohl sie von Beamten darauf hingewiesen worden war. Von 26 Richtern hielt sie nur einer für unschuldig. Eine Berufungsinstanz gibt es nicht. Ob sie die Haft aber tatsächlich antreten muss oder zum Beispiel als Hausarrest mit elektronischer Fußfessel verbüßen darf, ist noch offen.

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