2015 verdurstete im irakischen Falludscha ein fünfjähriges Mädchen – festgekettet in einem Hof. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat im Fall der kleinen Jesidin nun eine lebenslange Haftstrafe gegen den Täter, ein mutmaßliches IS-Mitglied, verhängt. Das Urteil erging unter anderem wegen Völkermord.

Die Richter sprachen den Iraker Taha Al-J. am Dienstag auch eines Kriegsverbrechens mit Todesfolge für schuldig. Zudem muss er der Mutter des Mädchens Schadenersatz in Höhe 50 000 Euro zahlen. Der Vorsitzende Richter Christoph Koller sprach vom weltweit ersten Urteil wegen der Verbrechen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an der Minderheit der Jesiden. Während der Vorbemerkungen zur Urteilsbegründung sackte der Angeklagte im Saal zusammen, die Sitzung wurde unterbrochen.

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