Auflagen zur häuslichen Isolation zu missachten, kann drastische Folgen haben

Seit Jahresbeginn wurden in deutschen Großstädten mindestens 15 Personen in Quarantänestationen zwangseingewiesen, weil sie Auflagen zur häuslichen Isolation missachtet hatten. Die Zahl der Bußgeldverfahren liegt höher – die Höchstsumme wurde dabei aber nicht ausgereizt.

Der Bußgeldkatalog liest sich drakonisch: Bis zu 25.000 Euro drohen Deutschen, die die Corona-Quarantäne brechen. Wer trotz Infektion kurz mal in den Supermarkt oder zum Sport geht, den wollen die Behörden mit aller Härte sanktionieren können. In einigen Fällen wurde es noch drastischer.

Seit Jahresbeginn wurden in den zehn größten deutschen Städten mindestens 15 Personen in Quarantänestationen in Kliniken oder Gefängnissen zwangseingewiesen, weil sie Auflagen zur häuslichen Isolation missachtet hatten. Das geht aus einer Umfrage von WELT AM SONNTAG hervor. Die Behörden in München griffen demnach besonders oft zu diesem letzten Mittel: Seit Jahresbeginn wurden elf Verweigerer zwangsweise abgesondert. In Stuttgart waren es zwei Infizierte, in Düsseldorf und Frankfurt seit Jahresbeginn je einer oder eine.

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