Als Ungeimpfter wird man mehr und mehr vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Trotz offensichtlicher Fragwürdigkeit der Wirksamkeit der Vakzine will die Uniklinik in Essen nun nur noch geimpftes Personal neu einstellen. Für ungeimpftes Bestandspersonal gilt ein strenges Testregime. Ein Essener Oberarzt des St. Josef-Krankenhaus protestierte gegen den dort herrschenden PCR-Testzwang auf originelle Art und Weise mit einer „Ungeimpft“-Armbinde. 

Von Max Bergmann

Die Uniklinik in Essen in Nordrhein-Westfalen will bei der Beurteilung von einzustellendem Personal zukünftig auch den Impfstatus berücksichtigen. Ungeimpfte Bewerber sollen nicht mehr eingestellt werden, unabhängig von der fachlichen Qualifikation des Bewerbers. Ob der Mangel an medizinischem Fachpersonal so gelöst werden kann bleibt fraglich. Die neue Regelung gleicht einer faktischen Impfpflicht für medizinisches Personal, die es so aus politischer Sicht nicht gibt. Der Ärztliche Direktor der Klinik unterschied in seiner Stellungnahme auch nicht zwischen einzelnen Berufsgruppen, so ist anzunehmen, dass die Impfpflicht von der Reinigungskraft bis zum Oberarzt umgesetzt werden wird. Laut einem Bericht der WELT sind derzeit etwa 88 Prozent der Beschäftigten an der Uniklinik Essen „vollständig geimpft“, für die restliche Belegschaft gilt ein strenges Testregime. Es gebe vereinzelt auch Ärzte, die sich nicht impfen lassen wollen, erklärte Jochen Werner, Ärztlicher Direktor der Essener Uniklinik. 

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