Ich wünschte mir in Köln eine Abstimmung wie in der Schweiz

Die Stadt Köln erlaubt es Muezzins, zum Freitagsgebet auszurufen. Auch in der Schweiz hätten Muslime dazu wohl leichtes Spiel. Islam-Expertin Necla Kelek (63) erklärt im Interview, warum sie sich dagegen wehrt und warum sie die Minarett-Initiative so gut findet.

In Köln herrscht Aufruhr. Die parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64), die 2015 beim Attentat mit rechtsextremistischem Hintergrund schwer verletzt worden war, hat Muezzins grünes Licht erteilt. Jeden Freitag dürfen diese nun fünf Minuten lang über Lautsprecher zum Gebet aufrufen. Das Pilotprojekt, das 35 muslimische Gemeinden umfasst, ist auf zwei Jahre befristet.

Viele der 120’000 Muslime in Köln jubeln. «Ich verstehe das als Geste der Akzeptanz und der Toleranz», sagt Ahmet Erdogan, Vorsitzender einer Gemeinde. Gegner bezeichnen den Entscheid allerdings als Machtdemonstration der Muslime.

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