Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 überboten sich nahezu alle etablierten Parteien in Sachen Klimaschutz. Nach den Aussagen von Armin Laschet soll Deutschland deutlich vor 2050 „klimaneutral“ sein und Markus Söder plant, dieses Ziel für Bayern bereits 2040 zu erreichen. Auch die SPD will Tempo machen und, wenn es nach den Grünen geht, soll dies bereits in 20 Jahren erreicht werden. Worüber unsere Politiker jedoch nicht sprechen, das sind die Kosten und die Konsequenzen dieser ehrgeizigen Klimaschutzpläne für Deutschland und die gesamte Bevölkerung. Dass es nämlich teuer, sogar sehr teuer wird, darüber gibt der Entwurf des aktuellen „Klimaschutz-Projektionsberichtes“ des deutschen Umweltbundesamts Auskunft. Wissenschaftler verschiedener Institutionen haben darin berechnet, wie sich der Ausstoß von Kohlendioxid – also von CO₂ – in Deutschland bis zum Jahre 2040 entwickeln wird. Demnach wird Deutschland sein gesetzlich fixiertes Ziel, die Treibhausgase bis 2030 um 65 % zu senken, bei Weitem verfehlen. Allein der Verkehrssektor überschreitet die vorgegebene CO₂-Einsparung aktuell um sieben Millionen Tonnen und 2022 sollen es bereits 20 Millionen Tonnen sein – Tendenz weiter steigend. Sobald der Projektionsbericht abgeschlossen und veröffentlicht ist, haben die zuständigen Ministerien nach Vorgabe des Klimaschutzgesetzes drei Monate Zeit, um Maßnahmen vorzuschlagen, mit denen die Lücke geschlossen werden kann. Spätestens dann ist mit einer massiven Erhöhung der nationalen CO₂-Abgabe zu rechnen.

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