Wenn sie dir alles nähmen, was du dir erarbeitet hast, was du für deinen Verdienst und dein Anrecht hältst, was wird dennoch bleiben? Was an der Mühe deines Lebens wäre es wert, neu bei Nichts zu beginnen?

Was soll ich denn tun?« – »Ach, tu doch was du willst!« – »Gut, einverstanden, was aber will ich tun?«

Ein absurdes Gespräch? Es hängt wohl von der Sprache ab, in welcher man es führt.

Ich fand eine bestimmte Redeweise der Amerikaner immer bemerkenswert. Wenn man einander Anleitungen oder Befehle mitteilt, dann formuliert man schon mal: »What you want to do, is this…«, zu Deutsch etwa: »Was du tun willst, ist dies…«

»Du willst das tun«, »du willst jenes tun«. Das kann der Rat eines hilfsbereiten Fachmanns sein, so kann auch die Drohung eines Verbrechers klingen.

Ein Verbrecher, der seinem Opfer droht: »Du willst das tun – sonst!«

Ein Arzt, der seinem Patienten verkündet: »Sie wollen mehr Sport treiben – sonst!«

Der unverhohlen befehlende Imperativ wäre unhöflich. Diese Redeweise will den Befehlston maskieren. Der Sprecher verhüllt das Zwingende hinter der Feststellung von Interessen und den sich daraus zwingend ergebenden Handlungen. Man unterstellt dem Gegenüber einen Willen.

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