Im Bundesland Hessen dürfen Ladenbetreiber Menschen den Zutritt verweigern, die nicht gegen COVID-19 geimpft oder nicht davon genesen sind. Das macht eine Gerichtsentscheidung möglich. Handelsverbände begrüßen das und warnen zugleich vor den Folgen.

Nur noch geimpft oder genesen einkaufen – Gericht erlaubt 2G im hessischen Einzelhandel

Auch im Einzelhandel kann die sogenannte 2G-Regel eingeführt werden, nach der nur noch Geimpfte und Genesene in Läden einkaufen dürfen. Das gilt zunächst vorläufig im Bundesland Hessen, nachdem das Verwaltungsgericht Frankfurt a.M. am 29. September einen entsprechenden Beschluss erließ. Bundesdeutsche Handelsverbände begrüßen laut Medienberichten diese Entscheidung.

Eine Einzelhändlerin, spezialisiert auf Produkte rund ums Grillen, hatte gegen die Infektionsschutzverordnung des Landes Hessen geklagt. Sie wollte „freiwillig und überobligatorisch in ihrer Filiale das 2G-Zugangsmodell einführen und damit nur noch vollständig geimpften und genesenen Personen den Besuch ihrer Verkaufsräume ermöglichen“, wie es in der Pressemitteilung des Gerichtes heißt. Das lässt die hessische Verordnung bisher nicht zu, die die „2G“-Option nur für bestimmte Betriebe erlaubt.

Die klagende Händlerin meinte, zwischen diesen Betrieben und dem Einzelhandel bestehe kein Unterschied. Für ihre Mitarbeiter entfiele dann die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske und den Kunden würden wieder normale Einkaufs- und Beratungsmöglichkeiten gewährt. Das Verwaltungsgericht erließ eine entsprechende einstweilige Anordnung, die der Ladenbetreiberin erlaubt, die „2G“-Regel anzuwenden. Danach darf die Händlerin auch Kunden, die nur ein negatives Testergebnis vorlegen, den Zutritt verweigern.

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