Die Bild-Zeitung titelte jüngst: „Mega-Inflation frißt unser Geld auf“. Anlaß war, daß die Konsumgüterpreisinflation in Deutschland auf 4,1 Prozent im September 2021 gestiegen war. Zweifelsohne eine sehr schlechte Nachricht für die Bürger in Deutschland. Ihre Euro verlieren gewaltig an Kaufkraft. Denn genau das bewirkt die Güterpreisinflation: Man bekommt immer weniger für sein Geld.

Viele befürchten jetzt sogar, die hohe Preisinflation werde noch lange andauern, und daß sie sogar noch weiter ansteigen könnte. Die Geldverwender sind also dabei, dem Versprechen der Europäischen Zentralbank (EZB) immer weniger zu glauben, daß sie die Preisinflation künftig wieder auf zwei Prozent drücken werde. Ein solches Mißtrauen können Politiker, Zentralbankräte und ihre Hauptstrom-Ökonomen nicht dulden.

Sie reden daher eifrig auf die Öffentlichkeit ein, die derzeit hohe Preisinflation werde nur vorübergehend sein, schon bald werde sie wieder dort sein, wo sie hingehöre, bei ungefähr zwei Prozent. Ein besonders von SPD-Politikern gerne herangezogener Ökonom sprach gar von einer „willkommenen Normalisierung“. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans tönte auf Twitter: Es droht keine Inflation.

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