Mit dem Verlust der Macht vergehen die Mythen. Es wankt der Nimbus, auf dem die Herrschenden thronten. Wer nichts mehr zu sagen hat, dem wird nichts Gutes nachgesagt. Plötzlich will es vielen, die Angela Merkel in himmlische Höhen jubelten – bei ARD und ZDF, im Hörfunk, auf den Seiten der Presse und Magazine – plötzlich will es ihnen wie Schuppen von den Augen fallen

Verklungen sind die Legenden, Sagen und Märchen über „die mächtigste Frau der Welt“. Stattdessen skeptische Fragen, was sie denn eigentlich geleistet habe in den 16 Jahren ihres Regierens, wie sie entsprechend dem Amtseid den Nutzen des Landes gemehrt und Schaden von ihm abgewendet hat.  

Die FAZ, Merkels liebste Lektüre, zeigte „Mutti“ einen Tag vor der Wahl auf der Titelseite mit dem Gesicht eines unerzogenen, trotzig schreienden Kindes. Kein schönes Bild trotz der bunten Papageien, die sich an ihre Schulter und Hände krallten wie die Journalisten zuvor an ihre Rockschöße. Man geht auf Distanz.

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