Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) habe nichts mit dem Islam zu tun, wird oft (u.a. in Medienberichten) behauptet. Doch ist das so? In der Schweiz hat das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung aufgrund der Migration in den letzten Jahren brisant zugenommen. Rund 15’000 Frauen und Mädchen sind hierzulande von Genitalverstümmelung (FGM) betroffen oder bedroht, schätzt das Bundesamt für Gesundheit. Seit 2012 gibt es in der Schweiz einen expliziten Strafartikel zu FGM. Demnach macht sich strafbar, „wer die Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, in ihrer natürlichen Funktion erheblich und dauerhaft beeinträchtigt oder in anderer Weise schädigt.“

Auch im Nachbarland Deutschland ist die FGM-Zahl in den letzten Jahren stark gestiegen. Laut Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 29. Juni 2020 haben zuletzt knapp 68’000 Frauen und Mädchen eine Genitalverstümmelung erlitten.

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