Japan wird seinen Gesundheitsnotstand noch in dieser Woche aufheben. Die zum Monatsende auslaufenden Regelungen würden nicht mehr verlängert, kündigte der scheidende Ministerpräsident Yoshihide Suga am Dienstag bei einem Ministertreffen an.

„Dank der harten Arbeit aller“ sei die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen von 25.000 Mitte August auf etwas über 1.100 gesunken, die Auslastung der Krankenhausbetten sei ebenfalls um 50 Prozent zurückgegangen, sagte Suga zur Begründung.

Der Notstand gilt bereits seit vielen Monaten. Derzeit ist er noch in 19 Regionen gültig, darunter in Tokio, Kyoto und Okinawa. Allerdings bringt er in Japan nicht so strenge Restriktionen mit sich wie in anderen Ländern: Unter anderem dürfen Bars und Restaurants keinen Alkohol mehr ausschenken und müssen um 20.00 Uhr schließen.

Auch die Zuschauerzahl bei Großereignissen ist unter den Notstandsregeln stark eingeschränkt: Die Olympischen Spiele und die Paralympics in Tokio fanden praktisch unter Ausschluss der Zuschauer statt.

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