An der Grenze zu Polen gab es drei Festnahmen. Erst kürzlich wurden hier lebende Afghanen dabei erwischt, wie sie aus Kabul nach Italien evakuierte Landsleute nach Deutschland holten. Die Bundespolizei verschärfte in dieser Woche ihre Schleierfahndungen im deutsch-polnischen Grenzraum.

Die unerlaubte Einreise von Migranten, die zunächst legal nach Belarus fliegen und von dort mithilfe von Schleusern über Polen nach Deutschland ziehen, nimmt deutlich zu. Wie WELT AM SONNTAG aus Sicherheitskreisen erfuhr, konnte die Bundespolizei am Donnerstag drei mutmaßliche Schleuser festnehmen. Dabei handelt es sich um in Deutschland lebende Iraker, die Landsleuten per Auto bei ihrer illegalen Einreise geholfen haben sollen. Der Zugriff erfolgte am Donnerstag.

Die Bundespolizei hatte entlang der Grenze zu Polen 85 unerlaubt eingereiste Personen aufgegriffen, davon 46 Iraker, 23 Personen mit ungeklärter Staatsangehörigkeit, sowie Syrer, Türken und Iraner. Bei 33 der Eingereisten konnte ermittelt werden, dass sie über die Türkei-Belarus-Polen-Route gekommen sind, bei ihnen wurden entsprechende Einreisestempel oder Visa türkischer und belarussischer Behörden gefunden. Die Bundespolizei verschärfte in dieser Woche ihre Schleierfahndungen im deutsch-polnischen Grenzraum. Verhindern darf sie unerlaubte Einreisen von Asylsuchenden aber nicht, weil die Bundesregierung das für EU-rechtswidrig beurteilt.

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