Wenn dieser Vorstoß aus Stuttgart durchkommt, wird es für Ungeimpfte ungemütlich. Uwe Lahl (70, Grüne), Amtschef im Sozialministerium Baden-Württemberg kündigt an: „Wenn 200 bis 250 Intensivbetten belegt sind, erwägen wir, erste Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Erwachsene zu erlassen.“ Das seien Maßnahmen, wie man sie schon aus früheren Lockdowns kenne, etwa, „dass sich nur zwei Familien treffen dürfen“.

Lockdown für Ungeimpfte! Ab einer Zahl von 300 Covid-Intensivpatienten solle zudem 2G gelten. Heißt: Ungeimpften bliebe auch mit negativem Test der Zugang zu Restaurants oder Konzerten verwehrt.

Unterstützung für den Plan kommt aus Bayern. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) sagt, es sei richtig, schon jetzt über künftige Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen nachzudenken, „um das Gesundheitssystem zu schützen“. Auch Virologe Klaus Stöhr (62) sieht Positives: „Endlich einmal Krisenkommunikation, bei der vorab Grenzwerte und die dazugehörigen Bekämpfungsschritte genannt werden.“

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