Liebe Leserinnen und liebe Leser,

die Zeit schreitet voran und wir befinden uns bereits mitten im zweiten Corona-Sommer.

Nur noch ein Monat trennt uns von dem Beginn der Yamim Noraim, der Hohen Feiertage des jüdischen Volkes, die in diesem Jahr bereits sehr früh ins Haus stehen und für die Juden in aller Welt mit dem am Abend des 6. September erfolgenden Monatsumbruch zum 1. Tishrei das jüdische Neujahrsfest Rosch HaSchana und damit den Beginn des neuen jüdischen Jahres 5782 einleiten werden.

Covid-19 und seine Varianten haben uns und den Rest der Welt auch weiterhin fest im Griff.

Allen Impfungen und allen fragilen und widerruflichen Lockerungen zum Trotz hat es so ziemlich alles an uns und um uns verändert, was uns lieb und teuer war und scheint es auch weiterhin zu tun. Nahezu alles, was wir bisher in unserem Arbeits-Alltag, in unserer freien Zeit und in unserem privaten Tun für selbstverständlich, konstant und unkaputtbar gehalten haben, hat sich in den anderthalb Jahren, seitdem das Virus urplötzlich die Welt angehalten hat, als brüchig, verwundbar und unsicher erwiesen. Und Menschen wie wir sind, haben wir – ob richtig oder falsch – längst begonnen uns daran zu gewöhnen, mit dem Virus zu leben.

Man muss jedoch kein Corona-Leugner sein – der bereits seit langem doppelt geimpfte Verfasser ist es fürwahr nicht – um zu erkennen, dass das für viele Menschen auch jenseits der Erkrankung zu einem persönlichen und wirtschaftlichen Desaster ausgewachsene Virus auch Gewinner und Profiteure kennt. Und das gilt nicht nur für die Pharmaindustrie, das Online-Shopping und die Video-Call-Provider.

Wie jede schicksalhafte Katastrophe, sei es Corona, sei es das kürzlich über die Menschen der betroffenen Gebiete hereingebrochene, in seinen schrecklichen Opferzahlen zum Teil sogar Behörden-verschuldete Hochwasserdesaster, hilft es der Politik von anderweitigen gravierenden Fehlleistungen ihres politischen Versagens abzulenken und selbst haarsträubende hausgemachte Probleme zu verdecken oder zumindest für eine gewisse Zeit der unmittelbaren Aufmerksamkeit der Wähler zu entziehen.

Dies gilt nicht zuletzt auch für unsere hiesige überaus verwundbare und bereits vor Corona sichtbar und spürbar beschädigte, noch bis in die erste Dekade dieses Jahrtausends wundervoll gedeihende, beispielgebend freiheitliche Nachkriegsdemokratie der Bundesrepublik Deutschland und das von der EU besonders jetzt auch unter deutscher Doppelleitung schmerzlich und suizidal fehlgeführte West-Europa.

Die im letzten Jahrtausend schwer und opferreich erkämpfte Aufklärungs- und Revolutions-geläuterte, säkulare, Religions-getrennte und Religions-tolerante, freiheitlich-westliche Lebensweise – vor allem auch in unserem Lande – hat schon vor Corona erheblichen Schaden genommen durch die von nahezu jedem gesunden Menschenverstand, nahezu jeder geschichtlichen Verantwortung, nahezu jedem politischen Anstand und jeder Aufrichtigkeit verlassene, unduldsame, trotz seines grandiosen Scheiterns im letzten Jahrhundert in Richtung Sozialismus ideologisierte Politik des herrschenden, weit nach links und Klima-hysterisch wirtschaftsfeindlichen, grün gedrifteten Regierungsbündnisses und seiner noch systemfeindlicheren linksaußen positionierten Unterstützungs-Entourage mit nicht selten bis heute nicht abgelegter Stasi-Erfahrung und immer wieder Schuld-relativierter kommunistischer Schießbefehl-Nostalgie.

Mit der erkennbaren missbräuchlichen Instrumentalisierung der durchaus berechtigten globalen Corona-Sorgen wird der Schaden deutlich zunehmen, den unser bislang weltweit beneidetes und erfolgreiches, über Jahrzehnte unseren Wohlstand tragendes und kontinuierlich mehrendes westliches Wirtschaftsmodell ebenso wie unsere freiheitliche Lebensweise durch die systemfeindliche, zunehmend nach sozialistischem Muster dirigistische, und den bisherigen offenen Meinungspluralismus zusehends einengende Politik dieser Regierung und ihrer Unterstützer erlitten haben.

Die Spaltung der Gesellschaft durch die Kanzlerin

Es ist bereits gut zu erkennen und wohl mehr als nur eine Befürchtung, dass das Volk eindeutig der Verlierer der Pandemie ist. Dies gilt ganz besonders auch deshalb, weil im nächsten Monat in unserem Lande Bundestagswahlen anstehen, bei denen seit nicht enden wollenden 16 Jahren erstmalig und längst überfällig die „Wir schaffen das“-Kanzlerin und gesellschaftspalterische Zerstörerin der bürgerlichen Mitte nicht mehr für ihr bisheriges Amt zur Verfügung stehen wird.

Für die vor allem für ihren politischen Vollausfall in Sachen innere Sicherheit und für ihre suizidale, über die Belastungsgrenze unseres Staates hinausgehende Einlasspolitik für Integrations-unwillige, vornehmlich islamische Demokratie- und Rechtsverachtung vormals mit einem verdienten historischen Stimmenverfall abgestraften Parteien des Wahlverlierer-Bündnisses ist das kleine Virus aus China ein ebenso unerwarteter wie unverdienter Lottogewinn und eine Rettung in letzter Not.

Ihre Freude über das unverhoffte Corona-Glück lässt sich trotz geübt vorgetragener Geschehens-betroffener Miene kaum übersehen. Jedenfalls haben sie ganz offensichtlich hinter der plakativ Sorgen-umwölkten Stirn längst Gefallen gefunden an dem neuen Machtzuwachs, den ihnen Covid-19 beschert hat.

Und als wäre das nicht schon genug, wurde unsere Republik, deren Menschen fahrlässig genug waren, sich seit mehr als anderthalb Jahrzehnten der Führung Angela Merkels und ihrer grünen und linken Entourage auszuliefern, von einer entsetzlichen Unwetterkatastrophe heimgesucht mit vielen Toten, Verletzten und obdachlos gewordenen Opfern.

In dem Land der Kanzlerin findet neben Corona und dem hauptsächlich von ihr und ihrer Gefolgschaft zu verantwortenden politischen Desaster nun auch noch das Leid einer furchtbaren Naturkatastrophe kein Ende, und als ob es nicht schon genug von der Politik der Kanzlerin zu verantwortenden Messertoten gäbe, sterben Menschen in hoher Zahl an entfesselten Wasserfluten oder verlieren Haus, Hab und Gut.

Allerdings scheint mit dem in schnelle Nähe rückenden Ende ihrer viel zu langen Kanzlerschaft aber auch an dieser Stelle der letzte Rest ihres ohnehin zweifelhaften Interesses an dem Wohlergehen und dem Schicksal dieser Menschen vollständig ihren erkennbar gezielt betriebenen Vorbereitungen einer internationalen Karriere als „Elder States(wo)man“ gewichen zu sein. Von echter und aktiver Anteilnahme an dem schrecklichen Los und dem Unglück der Betroffenen findet sich in jedenfalls außer einiger der üblichen wenig beteiligten Lippenbekenntnisse kaum eine ernstzunehmende Spur.

Auch die Präsenz der neuen politischen Hoffnungsträger unseres Landes war wenig beeindruckend, obwohl sie natürlich vorbeigekommen sind mit ihren großvolumigen, Chauffeur-kutschierten und Bodyguard-geschützten schwarzen Limousinen, um sich Gefolgschaft-begleitet sehen zu lassen am Ort des schrecklichen Geschehens der letzten Tage.

Unwillkürlich wird man an den Foto-trächtigen Wahlkampf Gerhard Schröders vor etwa 20 Jahren im Jahre 2002 erinnert. Immerhin zeigte der damalige Kanzler aber aktive Präsenz und stapfte in schwarzen Gummistiefeln durch das von der tosenden Elbe überflutete Grimma, was seither als wahlentscheidend gilt.

Der Landesvater des leidgeprüften Landes und Kanzlerhoffnung dieser Republik fand das unsägliche Leid der Menschen dagegen so lustig, dass er sich – von Corona-Regeln natürlich keine Spur – kaum einkriegte vor Lachen und es nicht einmal als Zeichen simpelster populärer Politesse geschafft hat, darauf wenigstens vor den Augen der traumatisierten Menschen und während der Präsidentenrede zu verzichten.

Vielleicht muss man fremdbeschämterweise davon ausgehen, dass die Islam-Morde an den unschuldigen Frauen in Würzburg und die Mord-Opfer am Berliner Weihnachtsmarkt und/oder die Gedenkveranstaltungen für gute, weil tote Juden unserer Politik ebenso sehr zu Herzen gehen wie ihr ganz offensichtlich überaus unterhaltsamer Ausflug in das Katastrophengebiet. Situationsgespür, Mitempfinden, basalster Anstand – Fehlanzeige!

Münchhaus*in A. Baerbock

Auch die zwischenzeitlich nach vergessenen Einnahmen-Mitteilungen, Plagiaten und der schier endlosen Serie ihrer Lebenslauflügen abgetauchte grüne Münchhaus*in A. Baerbock ist vorzeitig aus ihrem Urlaub zurückgekehrt, um nach Kräften und ebenso wie die bislang verdient schwindsüchtige SPD die unerwartete Hochwasser-Chance, um ihrer außen grünen, innen roten Klima-dogmatischen Bevormundungs- und Verbotspartei noch kurz vor der Wahl die Gelegenheit zur Gummistiefel-Profilierung und billigem Stimmenfang zu geben! Klima sells eben immer – Herzensbildung und Aufrichtigkeit schon weniger!

Und wie fast jeder unverdient vom Glück Geküsste sind unsere Politiker dabei auch schon längst dem Trugbild erlegen, dass sie dieses Glück etwa ihren eigenen Fähigkeiten verdanken oder es gar tatsächlich verdient hätten.

Zu schaden scheint es ihnen nicht. Die neuesten Wahlumfragen belegen es deutlich: Der deutsche Wähler toleriert ungestraft fast alles. Nur folgerichtig, dass unsere Politik ihr hiesiges Wahlvolk zutiefst zu verachten scheint, nach Kräften Fremdleistungen plagiiert, nicht selten und wo es irgend geht persönlich Vorteil nimmt, den Wähler über ihren Werdegang belügt und alle wichtigen Problemstellungen dieses Landes ausblendet, die sie verdeckt durch Corona und andere Katastrophen nicht nur nicht zu lösen versucht, sondern durch ihre wie eh und je verfehlte Politik sogar noch zu verschärfen beabsichtigt.

Und es ist nicht wenig, was sie uns nach ihrer Wahl, falls wir – was als sicher vorausgesetzt werden kann – weiter vor allem den grünen Rattenfängern folgen, an Systemchange in fast allen uns liebgewordenen und Jahrzehnte lang erfolgreichen bewährten Bereichen gerichteten Kurs zumuten werden. Haben schon die 16 Jahre der Kanzlerschaft Merkel unserer bislang immer noch freiheitlich-demokratischen, wenn auch nicht mehr sicheren Republik großen Schaden gesetzt, so werden uns die der anstehenden Wahl folgenden Jahre bei der zu erwartenden Wahlkonstellation nahezu unabwendbar einen Übergang vom Regen in die Traufe bescheren.

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