Die Debatte um eine Impfpflicht nimmt in Deutschland immer mehr Fahrt auf, gleichzeitig verstetigt sich der Trend, Ungeimpfte aus dem gesellschaftlichen Leben immer mehr auszuschließen. Nebenwirkungen der Impfungen werden allzu gern kleingeredet oder gar verschwiegen, eine Risiko-Nutzen-Abwägung findet nicht statt. Im WELT-TV Interview meldete sich nun der für seine Heinsberg-Studie bekannte Virologie Prof. Dr. Hendrik Streeck zu Wort und teilt mit, die Schutzwirkung durch den Impfstoff werde überschätzt.

Von Max Bergmann

Zu Beginn der Pandemie mangelte es insbesondere am belastbaren Daten und Studien, die die Situation berechenbarer machten. Der Bonner Virologe Streeck war einer der ersten, der mit seiner „Heinsberg-Studie“ solches lieferte. Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen kam es mutmaßlich nach einem Karnevalsfest zur „massenhaften Verbreitung“ des SARS-CoV2 Erregers unter Anwohnern und Teilnehmern des Faschingsaufzugs. In der Ortschaft Gangelt wurde daraufhin eine große und repräsentative Anzahl an Bewohnern befragt, Proben entnommen und analysiert – erstmals kam es daraufhin zur Bestimmung einer Sterblichkeitsrate des neuartigen Virus. weiter