Innerhalb der BLM-Bewegung agieren juden- und israelfeindliche Kreise. Deren Ursprünge reichen weiter zurück.

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Anders als in Deutschland wird in englisch- und französischsprachigen Medien zunehmend Kritik an starken antisemitischen Zügen der „Black Lives Matter“-Bewegung (BLM) laut. Die BLM-Proteste, die nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei seiner Verhaftung Ende Mai in Minneapolis begannen, führten unter anderem wegen der aktiven Unterstützung der „Antifa“ vielerorts zu Gewaltausbrüchen, bei denen in den USA nicht nur viele Menschen ermordet wurden, darunter eine ganze Reihe (auch schwarzer) Polizisten und eine junge Mutter, die den Slogan „Black Lives Matter“ mit „All Lives Matter“ beantwortet hatte. 1 In ihrem Verlauf artikulierte sich auch Judenhass und jüdische Einrichtungen wurden angegriffen.

BLM wurde 2013 von drei schwarzen Aktivistinnen gegründet. Auslöser ihres Protests war der Freispruch eines Nachbarschaftswächters, der einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen erschossen hatte. Der Protest richtet sich gegen einen ihrer Ansicht nach systemischen, weit verbreiteten Rassismus und gegen rassistisch motivierte Gewalt der amerikanischen Polizei speziell gegen Schwarze. Denn nur Rassismus könne erklären, dass schwarze Amerikaner, bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil, häufiger von der Polizei getötet werden als Weiße, Latinos und Asiaten. Diese Schlussfolgerung ist allerdings aus mehreren Gründen nicht stichhaltig, wie viele Studien zeigen. 2 Zuletzt war die BLM-Bewegung in Straßenprotesten 2016 nach einem weiteren Todesfall aufgeflammt. Im Sommer 2020 erfährt sie erstmals eine große gesellschaftliche, auch kirchliche Unterstützung und verbreitet sich auch international. weiter