160 Menschen sind in der Flut in Rheinland-Pfalz und NRW gestorben, Hunderte werden noch vermisst. Dabei hatte es früh Warnungen gegeben. Auch über eine Warn-App des Katastrophenschutzes, die allerdings kaum jemand kennt. Schuld will keiner sein, am Ende muss wie so oft der Föderalismus als Sündenbock herhalten.

Vier Tage vor den starken Unwettern hatte die Europäische Flutwarnbehörde (Efas) schon Warnungen für die nun betroffenen Regionen Westdeutschlands herausgegeben. „Wer jetzt wann, wie, wo informiert wurde, da liegen mir jetzt keine Informationen vor“, sagte eine Sprecherin des Bundesverkehrsministerium, dem der Deutsche Wetterdienst untersteht, auf die Frage, warum die frühen Warnungen offenbar nicht weitergegeben wurden.

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, ist sich dagegen sicher, dass der Informationsfluss einwandfrei funktioniert hat. Der Deutsche Wetterdienst habe recht präzise Unwetterwarnungen ausgesprochen, „Unsere gesamte Warninfrastruktur hat vollständig funktioniert.“ Zwischen Mittwoch und Samstag hätte das BBK etwa 150 Warnmeldungen absetzen können, sagte Schuster am Montagmorgen im Deutschlandfunk. weiter