Am 15. Mai 2021 veröffentlichte die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) auf ihrer Webseite eine Erklärung mit dem Titel „Stellungnahme zu antisemitischen Vorkommnissen und einseitiger Israelkritik und Aufruf zum Gebet“. Darin werden die aggressiven öffentlichen Ausschreitungen im Mai dieses Jahres verurteilt, die (aus Anlass eines neuerlichen Israel-Gaza-Krieges) in Deutschland stattfanden.

Leider liest sich die Stellungnahme der DEA so politisch korrekt, als wäre sie von einem deutschen  Staatssender oder von der Pressestelle der deutschen Bundesregierung herausgegeben worden. Relativierend spricht man von einem ideologisch begründeten Antisemitismus,

„der in diesen Tagen vielfach von islamistischen Gruppen ausgeht, aber auch von der radikalen Neuen Rechten oder linksextremen Gruppen mit befördert wird.“

Die antisemitischen Ausschreitungen gingen eindeutig von Muslimen aus! Linksextreme Gruppen (wie die „Antifa“) sind bekannt. Wer aber sind die „radikalen Neuen Rechten“? Etwa alle, die konservativ denken? Gehört zu ihnen vielleicht auch der jüdische Publizist Henryk Broder, der die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung kritisiert? Oder sind etwa die „Querdenker“, von denen noch nie Gewalt oder Antisemitismus ausging, die „radikalen Neuen Rechten“? Ist die Stellungnahme der DEA als öffentlicher Aufruf zu verstehen, nunmehr alle Andersdenkenden mit antisemitischen und gewalttätigen Muslimen gleichzustellen?

Die Fratze des muslimischen Judenhasses in der deutschen Öffentlichkeit nur als „antisemitische Vorkommnisse“ zu bezeichnen, wie es die DEA macht, ist ein Kleinreden und eine eklatante  Verharmlosung, die dem Ernst der immer bedrohlicher werdenden Lage der Juden in Deutschland nicht gerecht wird! Schon im Juli 2014 gab es ganz ähnliche judenfeindliche Ausschreitungen von Muslimen auf deutschen Straßen, damals ebenfalls anlässlich eines Israel-Gaza-Krieges. Der jetzt öffentlich aufgetretene islamische Judenhass ist also keineswegs neu, aber man thematisiert ihn möglichst wenig, schließlich will sich niemand dem Verdacht der Islamophobie aussetzen, offensichtlich auch die DEA nicht.

Es ist vollkommen richtig, wenn die DEA in ihrer Stellungnahme erklärt, „jede Form von verbaler, symbolischer oder tatsächlicher Gewalt“ gegen jüdische Menschen, Gotteshäuser und jüdische Einrichtungen zu verurteilen. Das ist aber zu nebulös! Es waren arabisch-stämmige junge Muslime, die mit palästinensischen und türkischen Fahnen in Gelsenkirchen vor der Synagoge „Scheiß Juden“ brüllten. Es waren Muslime, die den Holocaust und Hitler priesen, die die Vernichtung Israels forderten. Es blieb aber nicht bei judenfeindlichen Rufen. Gegendemonstranten mit israelischen Fahnen wurden von Muslimen attackiert, in Berlin-Neukölln wurden Polizisten von Muslimen mit Böllern, Flaschen und Steinen beworfen, 93 Beamte verletzt, in mehreren Städten Synagogen angegriffen. Die antisemitischen Ausschreitungen sind ein sichtbares Zeichen, wie weit die Islamisierung in Deutschland bereits vorangeschritten ist, nicht zuletzt eine Folge der illegalen Masseneinwanderung seit 2015.

Unter säkularisierten Muslimen, die nach dem Koran „Ungläubige“ sind, findet man den Judenhass eher weniger. Ausgeprägt ist der Hass gegen Juden aber bei denjenigen, die sich ihrem islamischen Glauben verbunden fühlen und vehement die islamischen Glaubensschriften als Lebensgrundlage verteidigen. Und diese Muslime bilden zahlenmäßig die stärkere Gruppierung im Land. Sie berufen sich in ihrem Judenhass auf den Propheten Mohammed, auf den Koran und auf die Überlieferungen (Hadithe). weiter