Zur Ersatztheologie der Dänischen Bibelgesellschaft oder: Warum sie an Israel andere Maßstäbe anlegt als an Ägypten.

Stolz verkündete die renommierte Dänische Bibelgesellschaft im März unter dem Titel „Dänemark bekommt eine neue Bibel“: „Festliche Feier im ganzen Land – und mit einem königlichen Besuch in Kopenhagen durch Königin Margrethe, der Schirmherrin der Bibelgesellschaft.“

Hunderte Dänen hatten sich im ganzen Land enthusiastisch und fleißig an dem Projekt „Bibelen 2020“ beteiligt. Handwerker, Lehrer und Schüler, Theologen und Laien prüften den neuen Text auf Verständlichkeit und Texttreue. Es sollte eine Bibel für das Volk werden, so, dass sie für jeden verständlich sei. Dutzende begeisterte Presseartikel begleiteten die Arbeit.Werbung

Doch Mitte April kam die Ernüchterung. Jan Frost, ehemaliger Vorsitzender der israelfreundlichen Organisation „Ordet og Israel“ (Wort und Israel) machte in Sozialen Medien darauf aufmerksam, dass in der neuen Bibelübersetzung das Wort “Israel“ oft ausgetauscht wurde:

„Die Psalmen sind unter Christen der meistgelesene Teil des Alten Testaments. Obwohl es bei vielen Hymnen um die Kinder Israel geht, dachten die Übersetzer der neudänischen Version der ‚Bibel 2020‘, dass sie das missachten könnten. Deshalb haben sie den Text gekonnt angepasst und den Namen Israel entfernt. Theologen nennen das ‚Ersatztheologie‘. Man ersetzt Israel durch die Kirche.“

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