Die Fahnen sind auf Halbmast, das ganze Land gedenkt der Opfer der Tragödie von Meron. Werden wir jetzt endlich die Kluft zwischen nicht religiösen und orthodoxen Juden überbrücken können?

Heute begrüße ich Sie ohne das sonst übliche Bild von mir an der Seite. Es passt einfach nicht.  Wir haben ein schweres und trauriges Wochenende hinter uns, an dem eigentlich fast nur von der schrecklichen Tragödie am Berg von Meron gesprochen wurde, sowohl in den Medien, als auch bei uns zu Hause.

Ich spürte diese mir leider nicht unbekannte Atmosphäre, die immer dann entsteht, wenn bei uns etwas passiert wie diese Katastrophe. Auch nach Terroranschlägen mit vielen Opfern ging Israel immer in diesen besonderen “Mood”, ich finde gerade kein anderes passendes Wort dafür. Es ist so, als würde uns eine dunkle Wolke begleiten, trotz des schönen sonnigen Wetters. Eine Wolke, die uns bedrückt und schwer auf unseren Herzen liegt. Ja, es ist eine bedrückende Stimmung.

Schon öfter hatte ich Ihnen geschrieben, dass unser Volk ausgerechnet in schweren Zeiten wieder zusammen findet, zusammenhält. Und auch nach dieser schrecklichen Katastrophe scheint es so zu sein. In den Medien werden und sie Geschichten der Opfer erzählt. Live Berichte aus den Krankenhäusern geben uns einen Überblick über den Zustand der Verletzten. Und in Tel Aviv versammeln sich die Menschen, religiöse und nicht religiöse, um Kerzen in Gedenken an die Opfer anzuzünden. Tausende Israelis spendeten am Wochenende Blut. weiter