Lag baOmer ist am 33. Tag des Omer-Zählens zwischen Pessach und Schawuot und ist jeweils am 18. Ijjar. Lag (hebräisch ל״ג) steht für 33.

Der Ursprung des Festes geht auf den Bar-Kochba-Aufstand gegen die Römer 132–135 n. Chr. zurück. Rabbi Akiba lebte von 50 bis 135 und gilt als Begründer des rabbinischen Judentums. Er erklärte im Jahr 132 Bar Kochba zum „Sohn des Sterns“ (Messiasbezeichnung). Dieser versuchte das römische Joch unter Kaiser Hadrian abzuschütteln (132–135). Zentrum des Kampfes war die Festung Betar. Nach der Überlieferung hörte an diesem Tag die Epidemie auf, die viele Schüler Rabbi Akibas dahinraffte. Rabbi Akiba Ben Josef unterstützte den Aufstand und starb als Märtyrer. Rabbi Akiba war auch derjenige, der den Büchern des Tenachs die heute bekannte Ordnung gab, sie also kanonisierte.

Auch Rabbi Schimon Ben Jochai beteiligte sich an dem Kampf gegen die Römer. Er ist in Meron in Galiläa begraben, bis heute ein Ort der Wallfahrt an Lag ba-Omer, denn der 33. Omer-Tag ist auch der Todestag von Rabbi Simeon Bar Jochai (Raschbi), eines berühmten Tannaiten der vierten Generation. Der Überlieferung zufolge stieg er an seinem Todestag direkt in den Himmel auf, und deshalb wird das Fest zu seinen Ehren als „Hillula de Raschbi“, als Freudenfest des Zaddik (des Gerechten) bezeichnet. Massenfreudenfeste mit Liedern, Tanz und Gebeten. Seine Grabstätte und diejenige seines Sohnes Elasar ben Schimon jeweils von Zehntausenden an Lag b’Omer besucht.

Lag b’Omer ist ein Fest der Messiasse geworden. Rabbi Akiba proklamierte Bar Kochba zum Messias. Als Folge seines Aufstandes wurde das jüdische Volk auf der ganzen Welt verstreut und war fast 2000 Jahre im Exil.

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