Eine große Mai-Demonstration in Berlin wurde vorzeitig beendet. Teilnehmer ziehen randalierend durch Neukölln und setzen Mülltonnen in Brand. Polizisten werden mit Nebeltöpfen, Flaschen und Steinen angegriffen. Drei Beamte wurden bislang verletzt.

Polizisten eilen an einer brennenden Mülltonne auf der Sonnenallee in Berlin-Neukölln vorbei
Der Hermannplatz war am Samstagabend voller Demonstranten

Die sogenannte revolutionäre 1. Mai-Demonstration in Berlin ist in Gewalt umgeschlagen. Auf der Sonnenallee in Neukölln warfen Demonstranten Flaschen und Steine auf Polizisten und errichteten Barrikaden. Ein WELT-Reporter berichtete von „Jagdszenen“, die Polizei zog sich zunächst zurück, kündigte den Einsatz von Wasserwerfern an.

Die Beamten wurden angegriffen, als sie Störer aus der Menge ziehen wollten. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Müllcontainer und Paletten wurden angezündet. Sanitäter waren im Einsatz. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen. Auch in der Nähe der Neukölln Arcaden wurden Teilnehmer festgenommen. Die Polizei beschlagnahmte einen Lautsprecher der Demonstranten und räumte eine Kreuzung frei.

Der Protestzug, der am Hermannplatz mit Verspätzung gestartet war und zum Oranienplatz in Kreuzberg laufen wollte, steckte zunächst fest und kam nicht weiter. Die Polizei hatte am Rathaus Neukölln einen Block mit schwarz gekleideten Demonstranten isoliert, in der Folge war der Zug zweigeteilt. weiter