Es war eine harte Woche für unsere palästinensischen Nachbarn. Eine Woche, die sie wahrscheinlich lieber vergessen würden.

Sie begann mit der Entscheidung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), in deren Zuge das syrische Regime von Bashar Assad für den Einsatz chemischer Waffen in den letzten Jahren gerügt wurde. Die Verurteilung war erwartet worden, ebenso die Unterstützung von Assads Verbündeten wie Russland und einigen anderen undemokratischen Staaten wie Myanmar. Aber die große Überraschung war die Gegenstimme der Palästinensischen Autonomiebehörde gegen die Verurteilung.

Tausende von syrischen Oppositionellen verurteilten das Votum der Palästinenser und protestierten. Die Syrer würden einem weder helfen noch in den „palästinensischen Fragen“ (z.B. der Verurteilung Israels) zusammenarbeiten, hieß es. Die Kritik war beispiellos. Tausende beschwerten sich über die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und ihre Unterstützung für einen der größten Diktatoren in der heutigen arabischen Welt. Man fragte, wie es sein kann, dass die sich selbst als Freiheitskämpfer sehenden Palästinenser einen Diktator unterstützen, der eine Million Menschen in Syrien tötet und mehr als 10 Millionen Syrer gezwungen hat, das Land zu verlassen, ganz zu schweigen von den Verwundeten und der hinterlassenen Zerstörung. Es besteht kein Zweifel, dass die palästinensische Sache nach der Abstimmung an Unterstützung verloren hat, was natürlich mit den Interessen Assads zusammenhängt, da Syrien mit dem Iran verbündet ist. weiter