Es ist offenkundig, dass in der Bundespressekonferenz Journalisten-Darsteller bevorzugt werden, die den Pressesprechern, die dort verbreiten müssen, was ihnen vorgegeben wurde, nach dem Mund reden. Es ist wohl wie in der letzten Pressekonferenz von Joe Biden, in der fast nur Journalisten-Attrapen zu Wort kamen, von denen Biden wusste, welche Frage sie stellen würden, so dass er die vorgefertigte Antwort ablesen konnte. Derartige Pressekonferenzen dienen nicht der Information der Öffentlichkeit. Es sind kultische Rituale, in denen Unterwürfigkeitsgesten getauscht werden. Journalisten-Darsteller verfogen mit ihren Fragen das Ziel, bei der Presseabteilung eines Ministeriums gut angschrieben zu sein. Man weiß ja nie, wann ein Job in einem Ministerium frei wird und muss entsprechend vorbauen. Wenn man so will, geht es bei diesen öffentlichen Schauspielen lediglich darum, der Öffentlichkeit vorzugaukeln, es gäbe einen kritischen Journalismus, der begleitet und kontrolliert, was die Bundesregierung tut. weiter