2. Korinther 1, Vers 9

Es ist üblich geworden, ausschließlich auf die Wissenschaft und damit

auf uns selbst zu vertrauen. Ständig beruft man sich auf „wissenschaft-

liche Erkenntnisse“, von denen alles abhängig gemacht wird, und gern

wird auch von der „wissenschaftlicher Begleitung“ einer Sache ge-

sprochen.

Dabei sind Wissenschaft und Forschung eine sehr gute Sache, der wir

viel verdanken. Es ist gut auf diese Weise den Gedanken des Schöpfers

zu folgen.

Allerdings darf dabei eines nicht vergessen werden, nämlich dass die

Wissenschaft gleichzeitig immer auch der „neueste Stand des Irrtums“

ist, einfach deshalb, weil man bei der Forschung nie an ein Ende kom-

men kann, wo man dann behaupten könnte „jetzt alles zu wissen“.

Deshalb ist auch die Freiheit von Forschung und Lehre ein unabding-

bares Grundrecht. Es darf niemals so sein, dass die Forschung ge-

halten ist, die Ergebnisse zu liefern, wie sie von interessierten Kreisen

gewünscht werden, weil sie in deren Weltbild und zu deren jeweiligen

Zielen passen.

Und da gab und gibt es viele Irrlehren mit dem Anstrich der Wissen-

schaftlichkeit, wie z.B. die Rassenlehre, der Wissenschaftliche Sozia-

lismus und derzeit die Gender-Irrlehre, wo sogar die Ev. Kirche sog.

„Gender-Lehrstühle“ unterhält. Auch die Evolutionstheorie, die eigent-

lich längst überholt ist, gehört dazu.

Ein besonderes Thema sind die „politisch korrekten“ Meinungen, die

zwar jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehren, auch wenn so

getan wird, dass dem so wäre.

Nach den Worten des genialen Albert Einstein besteht Unfähigkeit

darin, dass man ständig dasselbe wiederholt in der Erwartung,

dass irgendwann der Durchbruch erfolgt, wobei die Neigung be-

steht, den falschen Weg fortzusetzen und dabei das Tempo noch

weiter zu steigern.

Es gibt den Begriff des „Cancel Culture“. Dabei geht es darum,

diejenigen auszugrenzen, die zu „unerwünschten Ergebnissen“

oder Ansichten kommen, von denen man dann auch offiziell nichts

erfährt, sondern auf die alternativen Medien angewiesen ist. Und

das ist eine Fehlentwicklung!

Wir wollen unser Vertrauen deshalb allein auf Gott und Sein Wort

setzen und IHN bitten, uns den Mut zum selbständigen verantwort-

lichen Denken, Reden und Handeln zu geben und nicht andere für

uns denken zu lassen.

Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn,
wir dürfen ihn gar Abba Vater nennen;
wenn wir nur treu auf seinen Wegen gehn,
so lernen wir die ewge Liebe kennen.
Dies Wort gibt uns im Kampfe Kraft und Mut:
Der Herr ist gut.

Der Herr ist gut und teilt sich willig mit;
sein Wesen ist ein Brunnen guter Gaben.
Er geht uns nach und fragt bei jedem Schritt,
ob wir nicht was von ihm zu bitten haben.
Wo ist ein Herr, der so mit Knechten tut?
Der Herr ist gut.

Der Herr ist gut. Wer dies im Glauben schmeckt,
wird nimmermehr aus seinen Diensten gehen.
Hier wird erst recht, was Freiheit sei, endeckt;
hier kann der Geist im rechten Adel stehen.
Nichts ist umsonst, was hier der Glaube tut.
Der Herr ist gut.

Der Herr ist gut und sieht in Gnaden an
den schlichten Dienst der Knechte, die ihn lieben.
Er gibt mehr Lohn, als man erwarten kann;
kein kalter Trank ist unvergolten blieben,
er gibt dafür die ganze Segensflut.
Der Herr ist gut.

Der Herr ist gut und bleibt es bis zum Tod.
Wir sollen ihm, in seinem Frieden sterben;
er will uns führen aus der letzten Not
und alles, was er hat, uns lassen erben
und Ruhe geben, wie er selber ruht.
Der Herr ist gut.

Der Herr ist gut. Fallt nieder vor dem Thron!
Wir sind zum Segen herzlich eingeladen.
Lobt unsern Gott, lobt seinen lieben Sohn,
lobt seinen Heilgen Geist, den Geist der Gnaden!
Lobt ihn für alles, was er ist und tut!
Der Herr ist gut.

 Johann Jakob Rambach (1693 – 1735)

Euch allen einen gesegneten Sonntag und eine ebensolche neue Woche,

es grüßt