Korruption meint in der Regel die Käuflichkeit von Personen, die Positionen inne haben, die ihnen Entscheidungsmacht über bestimmte Ressourcen einräumt. In den 1980er Jahren war Korruption vor allem ein Phänomen, das mit Baudezernenten in Kommunen in Verbindung gebracht wurde, die von Bauunternehmern Geld und andere Geschenke angenommen haben und im Gegenzug die Auftragsvergabe so beeinflusst haben, dass die entsprechenden Bauunternehmer zum Zuge kamen.

Dann gab es den 1990er Jahren die ersten überdeutlichen Hinweise, dass man Korruption nicht nur im Zusammenspiel zwischen Verwaltungsbeamten und privaten Unternehmen, sondern auch zwischen privaten Unternehmen und Parteien findet. Die diversen Spendenaffären der CDU und der SPD sind dafür beispielhaft. Wer erinnert sich nicht an Walter Leisler Kiep, dem eine Million damals noch DM “gespendet” wurden, natürlich für die CDU. Die 100.000 DM, die der Waffenhändler Karlheinz Schreiber, der wohl heute eher als Waffen-Aktvist bezeichnet werden muss oder als Rüstungs-Lobbyist, auf welchen Wegen auch immer gespendet hat und die bei Wolfgang Schäuble aufgetaucht sind. Politische Korruption, der Verkauf politischer Gefallen für Geld, man kann auch von politischer Prostitution sprechen, hat den Bedeutungs-Bereich von Korruption erweitert.

Der Pressekonzern SPD hat die politische Korruption dann auf eine ganz neue Stufe gestellt, dadurch z.B. dass die SPD als Teil der Bundesregierung Gesetze verabschiedet, von denen wiederum die vielen Medienunternehmen, an denen die SPD beteiligt ist bzw. die sich im Eigentum der SPD befinden, einen finanziellen Vorteil haben. Diese Form der politische Korruption, ist für angeblich demokratische Gesellschaften relativ neu und war zuvor nur aus den Bananenrepubliken bekannt, in denen Diktatoren ihre gesamte Verwandschaft mit entweder Pöstchen oder Aufträgen versorgt haben, so dass Gelder aus der Entwicklungshilfe oder aus Steuereinnahmen über viele Kanäle in den selben Taschen geendet sind. weiter