Knallhart-Lockdown in Leipzig – nur mit diesen Gründen vor die Tür

Leipzig verschärft die Corona-Maßnahmen: Ab Mittwoch (7. April) dürfen die Leute nur noch mit einem triftigen Grund vor die Tür – diese Ausgangsbeschränkung gilt ganztägig. Das Skurrile: Gleichzeitig dürfen Geschäfte und Museen ausdrücklich offen bleiben. Nur darf die niemand besuchen, weil das kein triftiger Grund im Sinne der Verordnung ist.

Was zählt als triftiger Grund?

Leipzig hat aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von knapp 109 (Stand 6. April). Mit verschärften Maßnahmen will die Stadt die Zahl der Neuinfektionen drücken. Die Menschen dürfen vorerst nur noch mit triftigem Grund nach draußen. Dazu zählen Einkäufe des täglichen Bedarfs, der Beruf, der Besuch von Schule und Kita. Auch Kirchen und Ärzte dürfen besucht werden, genauso wie der Ehe- oder Lebenspartner. Sport im Freien und Spaziergänge sind weiterhin erlaubt.

Außerdem gilt draußen ein Alkoholverbot. Diese neuen verschärften Regeln gelten ab dem 7. April bis zum einschließlich 18. April.

Geschäfte dürfen weiter öffnen

So weit so verständlich: Jetzt aber kommt etwas, das für leichtes bis mittelschweres Kopfschütteln sorgt. Leipzig hat gerade erst gelockert. Seit dem heutigen Dienstag darf der Einzelhandel wieder öffnen, genauso wie Museen, Galerien und körpernahe Dienstleistungen. All das ist jetzt wieder mit Click&Meet – also vorheriger Terminvergabe – möglich. Und das soll auch so bleiben – trotz der neuen Verschärfungen? „Die ab heute geltenden Öffnungsmöglichkeiten (…) bleiben davon unberührt“, schreibt die Stadt im offiziellen Statement.

Ja, Sie lesen richtig: Die Geschäfte können offen bleiben bleiben – es darf aber niemand hin. Denn Shopping ist kein triftiger Grund sich nach draußen zu begeben. Klingt nach einem klassischen Fall von: Gut gedacht, aber schlecht gemacht…