Sehr geehrter Herr Dr. Hinkelmann,

am 26.03.2021 fand in Köln eine Fürbitte-Veranstaltung für die Bremer St.Martini-Gemeinde statt. Der Wesenskern des Bremer Kirchenkonfliktes besteht darin, daß sich die Evangelische Kirche in Deutschland vom Sola-Scriptura-Prinzip, also vom Fundament der Reformation, verabschiedet hat. Die Evangelische Kirche kann deshalb nicht mehr als „Kirche der Reformation“ betrachtet werden.

In Ihrem Referat auf dieser Veranstaltung als Vorsitzender der Europäischen Evangelischen Allianz haben Sie das Sola-Scriptura-Prinzip nicht erwähnt. Es liegt nahe anzunehmen, daß die Evangelische Allianz die Ablehnung des Sola Scriptura-Prinzips durch die Evangelische Kirche toleriert.

Eine geistliche Erneuerung ist nur denkbar, wenn das Sola-Scriptura-Prinzip wieder respektiert und die Historisch-Kritische Theologie, von der die Evangelische Kirche derzeit beherrscht wird, für obsolet erklärt wird. Die Historisch-Kritische Theologie ist unwissenschaftlich, weil sie Hypothesen verabsolutiert und auf dem überholten kausal-mechanistischen Weltbild des vorletzten Jahrhunderts beruht.

Die Leitungsgremien der Evangelischen Kirche halten an der Irrlehre fest, daß alle in der Bibel dargelegten Gedanken ihren Ursprung in menschlichen Überlegungen haben. Diese Vorstellung ist leicht zu widerlegen, weil die Bibel viele Vorhersagen enthält, die sich erfüllt haben. „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“ (1 Kor 2:9).

Dieses Schreiben kann verbreitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

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