Seit nun fast zwölf Monaten das stets gleiche Wording: „Wir brauchen noch eine große Kraftanstrengung.“ „Schon in wenigen Wochen können wir an Lockerungen denken.“ „Wir wissen, welche großen Opfer wir der Bevölkerung abverlangen!“

Und nun auch wieder Kanzleramtschef Helge Braun: „Wenn jetzt parallel zum Impfen die Infektionszahlen wieder rasant steigen, wächst die Gefahr, dass die nächste Virus-Mutation immun wird gegen den Impfstoff.“

Das klingt fast so wie die Ankündigung, dass es 2021 möglicherweise nichts mehr werden könnte mit der Öffnung der Schulen, der Gastronomie und des kompletten Einzelhandels, wenn die Bürger sich in den nächsten Wochen keinem ultraharten Lockdown-Regime unterwerfen. – Vermutlich greift Braun hier aber nur der Begründung für die Verlängerung des Lockdowns über Pfingsten hinaus vor, indem er schon mal vorab darstellt, warum auch die noch vor Ostern zu treffenden Maßnahmen keinen Erfolg gebracht haben werden. Das erspart Merkels Redenschreiber Steffen Seibert die Mühe, eine eigene Begründung für ijre  Pfingstansprache herbeizufantasieren. weiter