Deutschlands politisches Problem ist die Zerstritten- und Gespaltenheit des konservativen Lagers – die in keinem anderen Staat so ausgeprägt ist wie in der BRD.

Essentiell erscheinen auch die Felder Asyl-, Europa- und Klima/Energie-Politik, weil deren ökonomische und kulturelle  Auswirkungen anderes überstrahlen. Auch die „Russland-Frage“ harrt substantiellerer Diskussion als bisher zu beobachten.

Wo also bleibt der gemeinsame Aufbruch gegen die globalistische Ideologie der Deutschland-„Abschaffer“? Gegen ihren beiden Sargnägel Europäische Union (Corona-Bonds) und interkontinentale Massenmigration? Zumal die „Transformation Deutschlands in ein postnationales multiethnisches Siedlungsgebiet“ selbst in Coronazeiten planmäßig fortgeführt wird

Solange die Konsolidierung der Konservativen und „Querdenker“ – unter Einschluß Nationalkonservativer – nicht erfolgt, bleiben sie chancenlos gegen den linksliberalen bis linksradikalen Mainstream.  Unter den Trümmern dessen Cancel-Culture-Bewegung wird sowohl der Dreiklang des christlichen Abendlandes („Gott, Familie, Vaterland“) begraben, als auch die Werte der Aufklärung („Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“) ad absurdum geführt.

Worauf beruht die Gespaltenheit?

  1. Zum Teil ist sie künstlich aufgebauscht (Motto: Das Krokodil soll den Nachbarn fressen, wenn es nur mich in Ruhe läßt).
  2. Zum Teil beruht sie auf gegenseitigen Mißverständnissen, die im (moderierten) Diskurs auszuräumen wären.
  3. Zum Teil ist sie aber auch Resultat echten Dissenses, etwa in sozio-ökonomischen oder moralphilosophischen Fragen.

Man wird sich nicht in allem einigen können. Das ist auch nicht erforderlich. Aber ein respektvollerer Diskurs (Motto: „Nicht übereinander, sondern miteinander“) könnte zu einem stärkeren Gefühl von Verbundenheit – über Differenzen hinweg – führen. Und damit neue Möglichkeiten eröffnen, in den politischen Raum hineinzuwirken.

Darauf kommt es an. Gerade für Zeiten nach der Corona-Krise, die möglicherweise nie wieder „normale“ Zeiten werden.

Organisationsstufen wären wie folgt:

  1. Stufe (kurzfristig): Aufbau eines projektbezogenen Kreises/Email-Verteilers (10 bis 30 Leute)
  2. Stufe (in einigen Wochen): Erste interne Video-Konferenzen (moderiert). Diese sollten gut vorbereitet sein. Mindestens sollte man sich bereits auf Themen und Fragestellungen geeinigt haben.
  3. Stufe (mittelfristig): Öffentliche Interviews (z.B. YouTube-Kanal) mit Vertretern diverser Lager und (moderierte) Dialoge/Diskussionen zwischen ihnen.
  4. Stufe/langfristiges Ziel: Deutschlandweite Etablierung eines unabhängigen Talk-Formats (Arbeitstitel: „Bürger-Talkshow“) im öffentlichen Raum (Hybrid zwischen Live-Präsenz und Internet-Anbindung für Zuschauerfragen).

Schon einen funktionierenden Email-Verteiler aufzubauen (1. Stufe), ist nicht einfach, da man sich anfangs gegenseitig unbekannt ist. Im Grunde genommen müßte jeder mit jedem Beteiligten erst einmal telefonieren,  um Vertrauen aufzubauen und zu schauen, ob die ´Chemie stimmt´.

Ich frage in die  Runde: Wer hat Interesse, an diesem Projekt in irgendeiner Weise mitzuwirken (sei es Mitdenken, sei es organisatorisch-technische Mitwirkung, Networking im Hintergrund etc.)?

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