Konstruktive Kritik ja – aber bitte angemessen

In den letzten Monaten wurde Israel Heute mehr als üblich von seinen Lesern kritisiert. Es geht den Kritikern um die israelische Impfpolitik, die wir zu einseitig und zu positiv beschreiben. Darüber hinaus bin ich persönlich beschuldigt worden, geistlich daneben zu liegen, weil ich – so wirft man mir vor – als Chefredakteur von Israel Heute keine kritischen Gegenstimmen aufkommen lasse. Ich habe dafür tüchtig auf den Deckel bekommen, wie man so schön sagt.

Über Jahre hinweg wurde Israel Heute für seine objektive Berichterstattung im Nahen Osten und im Konflikt mit den Palästinensern gelobt. Nun auf einmal heißt es, wir sind einseitig, weil wir in Israel anderer Meinung sind und die Impfpolitik der israelischen Regierungen für gut befinden. Gegenstimmen gibt es auch in Israel, aber das sind dieselben Stimmen, wie in euren sozialen Netzwerken nur auf Hebräisch. Nichts Neues. Nur ein Unterschied, die Gegenstimmen in Israel sind Nebensache und bei euch der Mittelpunkt.

In meiner Familie haben sich alle mit Pfizer zweimal geimpft und dafür entschuldige ich mich nicht. Das ist meine Entscheidung und die Entscheidung der Mehrheit im Volk. Natürlich haben wir uns vorher informiert und natürlich sind auch bei uns noch etliche Fragen offen. Aber trotzdem haben wir uns für die Impfung entschieden.

Ich bin kein Mensch, der Corona-Leugner und Impfgegner kritisiert oder gar geistliche Fantasien erfindet, um Andersdenkende schlecht zu machen. Dasselbe erwarte ich im Gegenzug von denen, die sich aus privaten Gründen nicht impfen lassen wollen. weiter