Ist der Staat pleite? Die Corona-Maßnahmen-Auszahlungen sind gestoppt worden hier und hier, was natürlich ein Unding ist. Aber allein die Frage, ob dem Staat die Kohle ausgeht, setzt nicht gerade ein Gedankengut wirtschaftlicher Kompetenz voraus. Ein Statt kann prinzipiell nicht pleite gehen. Fehlt ihm Geld, so druckt er es, ganz einfach, auch auf die Gefahr hin, inflationäre Entwicklungen zu befeuern, was derzeit ja passiert. Also wovon reden wir? Wir reden hier von Transferzahlungen von einem Konto auf andere Konten, also Giralgeld bzw. Buchgeld. Dafür braucht man keine Druckerpressen anwerfen. Was passiert beim Empfänger des Geldes, wenn es denn mal geflossen ist? Es wird weiter transferiert, also vom Empfängerkonto auf Schuldnerkonten, wie Miete, Bezahlung von Waren etc. Das heißt, das Geld hat den Warenumschlag noch gar nicht berührt. Erst wenn das Geld für Waren ausgegeben wird, entsteht eine Umlaufgeschwindigkeit in Waren und Dienstleistungen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Geld nur verschoben worden, linke Tasche, rechte Tasche. Fließt das Geld wie in diesem Falle nicht, entsteht auch kein Konsum, sowie Einnahmen der Konsumanbieter. Hier wird demzufolge, wenn auch minimal, die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes reduziert. Der fade Beigeschmack liegt woanders: Man heizt zusätzliche negative Stimmungen, insbesondere bei Gläubigern an, das Vertrauen auf die Politik sinkt Richtung Fußboden. Da das Insolvenzrecht durch die Regierung per Gesetzesbruch ausgehebelt worden ist, hofft man wahrscheinlich darauf, das schon alles gut gehen wird. Das ist allerdings nur ein theoretischer Trugschluß wie wir noch erleben werden.

Trotz alledem, sind die Auswirkungen fatal. Den betroffenen Unternehmen fehlt einfach das Geld. Auch die Frage, wie so etwas passieren konnte, wenn es denn war ist, wundert niemanden mehr, denn was funktioniert in diesem Staat überhaupt noch? Nein, ich persönlich denke, das der Staat nur einen weiteren Schuldigen sucht, für den Untergang des Mittelstandes, diesmal sind es Käsediebe.

Uriel Mann