Die Arbeit und Alleinstellungsmerkmale der einzigen unabhängigen jüdischen Zeitung Deutschlands aus einer israelischen Perspektive betrachtet

Sechs Jahre Jüdische Rundschau: aus dem Experiment ist eine viel gelesene, von manchen gefürchtete, von anderen geliebte Institution geworden. Fern in der Wüste erreicht mich mein Exemplar oft erst gegen Monatsende, doch meist höre ich vorher schon von Lesern, die etwas besonders Aufregendes darin entdeckt haben und mir schreiben oder am Telefon sagen, dass ich es unbedingt lesen muss.

Die Jüdische Rundschau veröffentlicht mit Vorliebe Texte, die sich andere nicht zu bringen trauen. Für eine der ersten Ausgaben 2014 habe ich ein langes Interview mit dem israelischen Juristen Elyakim HaEtzni in Hebron geführt, in dem er überzeugend und schlüssig die völkerrechtliche Legitimation der israelischen Siedlungen begründete, es wurde im nächsten Heft abgedruckt, nichts gekürzt und nichts zensiert, da wusste ich: Hier bin ich richtig. Keine andere deutsche Zeitung hätte es veröffentlicht.

Vorrangig wird über jüdische Themen, Affären und Hintergründe berichtet, in größerer Offenheit und Tiefe, als das anderswo möglich ist – Affären, die oft genug weltpolitisch sind und daher von allgemeinem Interesse. Die Jüdische Rundschau ist die Stimme der unabhängigen Juden in Deutschland. Sie wird privat finanziert und nicht von der Bundesregierung wie der Zentralrat und seine Publikationsorgane. Deshalb ist sie eine authentische Stimme, eine Alternative zum alimentierten deutschen Staatsjudentum. Sie ist frei, kritisch, kreativ, mit einem Wort: jüdisch. weiter