Die Regierungsmehrheit steht fest. Liegt das nur am Regierungsbonus? An den besseren Inhalten? Oder an der Unfähigkeit der Opposition, sich zu profilieren? Nein, nur daran, dass Angst und Furcht Veränderung verhindern. Furcht vor dem möglichen eigenen Corona-Tod oder dem von geliebten Verwandten und Freunden, vor dem (endgültigen) Verlust des Arbeitsplatzes.

Furcht vor dem totalen Lockdown und somit Verlust es eigenen Arbeitsplatzes, wenn man jetzt nicht bedingungslos alles mitmacht, alles erträgt und den Politikern alles verzeiht. In der Griechenland-Krise, nach der Flüchtlingswelle und während des FFF-Hypes sahen wir in Umfragen und auch bei Wahlen erhebliche Bewegungen in der politischen Landschaft. Grundsätzlich zu Lasten der Regierungsparteien. Während der Corona-Krise allerdings geschah das nicht. Furcht erhält Mehrheiten!

Heiliger St. Florian, zünd‘ andrer Leute Häuser an

Das ist eigentlich nichts Neues. Jede Gesellschaft besteht hauptsächlich aus Egoisten. Der Mensch ist sich und seinem engsten Kreis der Nächste. Selbst wenn alle Kneipen, Restaurants und Hotels in Insolvenz gingen, selbst wenn die Innenstädte überall aussterben würden: Hauptsache, es geht für mich und meine kleine heile Welt weiter.

Waren kann ich auch im Internet bestellen und irgendwann kommen dann schon wieder Leute, die – damit ich wieder ein leckeres Essen im Restaurant genießen kann – das unternehmerische Risiko auf sich nehmen und ein neue eröffnen. Die eigene Wohlfühlzone wird nicht mehr verlassen. Draußen, in der bösen Welt, herrscht das Virus. Die Regierung versorgt mich und schützt mich nach all ihren Kräften, wenn ich ihren Weisungen folge. Dazugelernt haben die Deutschen nichts in den letzten 150 Jahren. weiter